6 Tage Val Grande – Teil 1


Die Tour durch das westlich vom Lago Maggiore gelegene Val Grande, war bis jetzt meine längste Tour. 6 Tage ohne „Zivilisation“ sind vor allem bei der Nahrungsversorgung eine Herausforderung, denn wer erst einmal oben ist, muss mit seinen mitgebrachten Vorräten zurecht kommen. Dafür bietet das Val Grande reichlich trinkbares Wasser, mehrere Schutzhütten (Bivaccos) und eine unfassbar schöne Landschaft. Natürlich ist man auch im Val Grande nicht wirklich alleine, solange man sich auf den Hauptwegen fortbewegt. Ein paar Wörter Italienisch zu sprechen, schadet hier auf jeden Fall nicht.

Gestartet bin ich in Fondo li Gabbi, einem kleinem Dorf welches sich ausgezeichnet als Ausgangspunkt eignet.


Von da aus ging es dann weiter Richtung Alpe Scaredi. Zur Hauptsaison wird diese recht gut ausgestattete Schutzhütte recht überfüllt sein. Es gibt Geschirr, eine Kochstelle genügend Schlafmöglichkeiten und sogar ein paar Isomatten.


Doch wer die Nacht lieber ohne Italiener verbringt, sollte noch 20 Minuten weiter zur Alpe Stragolio gehen. Hier war ich zu meiner Verwunderung wirklich nur noch von Schafen und Murmeltieren umgeben. Doch die Idylle und der Ausblick sind unbezahlbar gewesen.





In meinem dicken Winterschlafsack wäre es mir in der Hütte eh zu warm gewesen. Deswegen habe ich mir auf dem Vorplatz unter freiem Sternenhimmel ein Plätzchen zum schlafen gesucht. Dank meines improvisierten Steinofens, gab es zum Frühstück auch schon eine warme Suppe.


Nach dem Frühstück ging es dann Bergab in das weite Tal. Wer Angst vor Rindern hat sollte diese Route übrigens nicht gehen. Die Viecher haben zumindest mal keine Angst vor dir und werden dich neugierig beschnuppern.



Eigentlich war mein nächstes Ziel die Alpe Boschelli, doch soweit bin ich nicht mehr gekommen. Auf halben Weg nach einem Buchenwald, steht man vor einem wunderschönen Badeplatz.


Dieser Platz ist auch mein Schlafplatz für die nächste Nacht geworden.


Weiter geht’s im zweiten Bericht!
 

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